Studienplatzvergabe: Jetzt wird es hart

Nun ist es offiziell: Die zentrale Studienplatzvergabe durch die Stiftung Hochschulstart wurde dieses Jahr vergeigt. Von Experten lange vorausgesagt und von Offiziellen lange dementiert, wird es in diesem Jahr erneut Chaos geben.

Hochschulstart.de

Mit einer pessimistischen Einschätzung Recht zu behalten, hat einen schalen Beigeschmack. Ich hatte bereits im März berichtet, dass es mit der zentralen Studienplatzvergabe 2011 wohl nichts wird. Nun berichtet Spiegel Online, dass die Schuld vor allem beim HIS zu suchen ist. Die staatliche Firma, deren Track Record in Sachen Hochschulsoftware eher gemischt ist, schafft die Anbindung an die eigene Software an den Hochschulen nicht. Der Spiegel wittert Vetternwirtschaft – der Staat vergibt Aufträge an eine nur mittelkompetente staatseigene Firma. Wie dem auch sei, das Kind liegt im Brunnen und kommt vor 2012 auch nicht mehr heraus.

Die Frage ist nun: Was tun? In meinem Artikel vom März gebe ich Abiturienten vier Tipps:

1. Viele Bewerbungen schreiben

2. Ausland in Betracht ziehen

3. In die Provinz gehen

4. Notfalls klagen

Doch es gibt natürlich noch mehr Möglichkeiten, die Studienplatzvergabe zu seinen Gunsten zu beeinflussen. Welche das sind? Dazu demnächst ein umfassender Artikel.

Bild: Alex Proimos / Flickr.com

Sebastian Horndasch ist Studienberater, freier Journalist und Autor der Bücher Bachelor nach Plan und Master nach Plan. Vorher arbeitete er zweieinhalb Jahre für die Unternehmensberatung Control Risks. Sebastian hat VWL und Politik in Erfurt, Madrid und Nottingham studiert. Er lebt in Berlin.

3 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Wichtig wäre vor allem einmal, dass alle, die einen Platz angenommen haben, auch brav bei den anderen absagen. Jedes Jahr werden mehrere zehn Tausend Plätze nicht besetzt, weil sich die eigentlich Ausgewählten nicht dazu herablassen, den Platz rechtzeitig abzusagen, dass man ihn noch anderweitig vergeben könnte.

  2. Hallo Niklas,

    vielen Dank für den Kommentar. Hochschulen setzen klare Fristen, bis wann man einen Studienplatz angenommen haben muss. Die verbleibenden Studienplätze werden dann unter den Wartenden aufgeteilt. Darauf zu setzen, dass Leute ihre Plätze freiwillig früher absagen, ist denke ich ein eher hoffnungsloses Unterfangen. Nötig ist eine zentrale Koordination.

    Mit besten Grüßen,

    Sebastian Horndasch

  3. Pingback: Last-Minute Studienwahl: Studienplatz trotz Absage | Der Studienplaner

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