Wer soll das alles bezahlen? Den Master finanzieren

Der Master kann teuer werden – denn neben oft höheren Ausgaben, zum Beispiel beim Auslandsmaster, bleibt weniger Zeit zum Arbeiten. Wie also den Master finanzieren?

Zeit für ein Update der Finanzplanung

Die Studienfinanzierung ist stets ein großes Problem für Studenten. Für die Finanzierung des Master steht der Geldbedarf fürs das Studium am Anfang. Dies ist von Ort zu Ort verschieden – sowohl in Deutschland, als auch außerhalb. Hierzulande vergleicht das Studentenmagazin Unicum dankenswerterweise die Kosten in den verschiedenen Städten. Eine Idee der Studienkosten im Ausland liefert der LänderCHEck des CHE.

Zur Studienfinanzierung gibt es neben den eigenen Eltern und Arbeit drei Quellen: Kredite, Stipendien sowie BAföG.

Kredite

So manch einer schreckt vor der Aussicht zurück, mit Schulden ins Berufsleben zu starten. Doch ein guter Abschluss wiegt die Schuldenlast allemal auf. Der bekannteste Kredit ist der Studienkredit der KfW: Hierbei handelt es sich um einen normalen Kredit zu Marktzinsen von bis zu 650 Euro pro Monat.

Besonders interessant für die Studienfinanzierung des Masters ist eine Aufstockung des monatlichen Budgets durch den Bildungskredit der KfW, bei dem man bis zu zwei Jahre lang 300 Euro pro Monat erhält – und das zu unschlagbar günstigen Zinsen. Ebenfalls spannend ist der Modell von Bildungsfonds wie Career Concept, bei denen man nach dem Studium einen festen Prozentsatz des Lohnes zurückzahlt und damit kein Überschuldungsrisiko hat.

Eine Übersicht über alle Kreditangebote gibt der CHE Studienkredit-Test.

Stipendien

Die großen Stiftungen wie die Friedrich-Ebert-Stiftung oder die Konrad-Adenauer-Stiftung fördern inzwischen auch Master im Ausland. Doch es gibt viele Bewerber. Wer sich zum Ende des Bachelors noch nicht beworben hat, hat schlechte Chancen, denn es liegt den Stiftungen viel an einer langen Förderdauer. Sehr gute Bewerber sollten sich dagegen immer bewerben.

Besonders interessant sind kleine Stiftungen, da diese meist weniger Bewerber haben. Man kann sie unter anderem beim Stipendienlotsen finden, einer Suchmaschine der Bundesregierung. Der DAAD vergibt für den Master im Ausland daneben Reisestipendien, für die man sich allerdings früh bewerben muss. Auch beim DAAD findet man eine Übersicht über weitere Auslandsstipendien.

Besonders lesenswert ist in diesem Zusammenhang das Buch „Der Weg zum Stipendium“ von Squeaker.net, das ich hier im Blog bespreche und das eine große Menge spannender Informationen bietet.

BAföG

Das BAföG wird im Master genauso gezahlt wie im Bachelor, ist also ideal zur Finanzierung des Masters. Die Regelungen sind dabei die gleichen. Wer im Ausland seinen Master machen möchte, profitiert besonders vom BAföG: Studiengebühren bis 4.600 Euro werden für ein Jahr übernommen, daneben gibt es Zuschläge für Reisekosten und erhöhte Lebenshaltungskosten.

Das Buch „Clever studieren – mit der richtigen Finanzierung“ von der  Verbraucherzentrale NRW bietet viele Tipps zur Studienfinanzierung. Ich bespreche das Buch hier im Blog.

Bild: Copyright Alexander Koellner / Flickr.com

Sebastian Horndasch ist Studienberater, freier Journalist und Autor der Bücher Bachelor nach Plan und Master nach Plan. Vorher arbeitete er zweieinhalb Jahre für die Unternehmensberatung Control Risks. Sebastian hat VWL und Politik in Erfurt, Madrid und Nottingham studiert. Er lebt in Berlin.

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