Hochschulglossar von A bis Z

Anfangswoche: In der ersten Woche eures Studiums werden meist Veranstaltungen und Partys für die neuen Studenten organisiert. Das sollte man nicht verpassen.

Bachelor: Er ist der erste Studienabschluss in Deutschland und dauert in der Regel drei Jahre. Danach machen viele Studenten noch den Master.

BAföG: Es ist ein zinsloser Studienkredit vom Staat. Das Darlehen ist eine sehr gute Unterstützung, allerdings muss man als Ausländer vorher in Deutschland gearbeitet haben, um BAföG zu bekommen.

Diplom: Es ist einer der alten deutschen Studienabschlüsse nach fünf Jahren Studium. Inzwischen ist das Diplom so gut wie abgeschafft und durch Bachelor und Master ersetzt worden.

European Credit Transfer System (ECTS): Für jede Prüfungsleistung wie eine Klausur oder ein Referat erhalten Studenten Punkte. 180 Punkte entsprechen dem Bachelorabschluss. Die Punkte sind zwischen europäischen Hochschulen übertragbar.

Exmatrikulation: Falls du deine Semesterbeiträge nicht bezahlst, bei allen Klausuren durchfällst oder dein Studium beendet hast, wirst du exmatrikuliert. Das heißt, dass du nicht mehr Student bist.

Fachhochschule:
Sie sind ähnlich wie eine Universität, nur praktischer ausgerichtet. Man lernt weniger Theorie. Fachhochschulen nennen sich häufig University of Applied Sciences. Nicht zu verwechseln mit einer richtigen Universität.

Hausarbeit:
Sie ist eine längere schriftliche Arbeit. Pro Semester schreibt man je nach Studienrichtung mehrere davon.

Immatrikulation: Die Anmeldung an einer Hochschule erfolgt für ausländische Studierende entweder über uni-assist oder direkt an der Universität. Diese Anmeldung heißt Immatrikulation.

Klausur: Am Ende des Semesters gibt es immer Prüfungen. Klausuren sind schriftliche Examen, die in der Regel zwei Stunden dauern.

Kosten: An allen Hochschulen zahlt man einen Semesterbeitrag für Verwaltung und soziale Einrichtungen an der Hochschule. Die Höhe ist unterschiedlich, liegt aber meist zwischen 100 und 200 Euro pro Semester. In manchen Bundesländern kommen noch Studiengebühren dazu.

Magister:
Er ist einer der alten Studienabschlüsse, der inzwischen so gut wie abgeschafft ist, und durch Bachelor und Master ersetzt wurde.

Master:
Ein meist zweijähriges Studium, das nach dem Bachelor kommt.

Mensa: An jeder Hochschule gibt es ein oder mehrere Restaurants für Studenten. Das Essen ist immer günstig und häufig auch gut.

Privatuniversitäten:
Es gibt auch viele private Hochschulen in Deutschland. Einige kosten allerdings nur mehr als öffentliche Hochschulen. Sie liefern aber oft keine bessere Qualität in der Lehre.

Regelstudienzeit:
Das ist die Zeit, in der du dein Studium abschließen solltest. Bei Überschreitung drohen dir Schwierigkeiten mit dem BAföG. Außerdem musst du in vielen Bundesländern extra zahlen, wenn du zu lange studierst.

Semester:
Das Jahr an einer Hochschule ist in zwei Semester eingeteilt, die jeweils sechs Monate dauern: Sommer- und Wintersemester. Man studiert davon allerdings nur je dreieinhalb Monate.

Semesterticket:
An fast allen Hochschulen erhältst du automatisch eine Fahrkarte, mit der man die lokalen Busse und Bahnen kostenlos nutzen kann.

Semesterwochenstunden:
Das sind die Stunden, die du pro Woche in Veranstaltungen verbringen sollst. Die Anzahl der Semesterwochenstunden ist von Fach zu Fach sehr unterschiedlich.

Seminar:
Es ist eine interaktivere Veranstaltungsform. Im Gegensatz zur Vorlesung liegt der Schwerpunkt auf studentischen Referaten und Diskussionen.

Stipendium:
Viele Institutionen unterstützen Studenten finanziell. Dazu gehören Stiftungen der großen deutschen Parteien wie auch private Vereine und Unternehmen.

Studentenwerk:
Das Studentenwerk sorgt für Studentenwohnheime, Mensen, Semestertickets und unterstützt dich beim BAföG.

Studiengebühren:
In Bayern, Baden-Württemberg, dem Saarland, Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Niedersachen zahlt man bis zu 500 Euro Studiengebühren pro Semester.

Universität:
Hier studiert man drei bis fünf Jahre ein Fach auf wissenschaftlichem Niveau und lernt dabei neben der Wissenschaft auch viel fürs Leben.

Vorlesung:
Sie ist der wichtigste Teil deines Studiums. Der Professor hält Vorträge und die Studierenden schreiben mit.

Vorlesungsfreie Zeit:
Es ist die Zeit des Semesters, in der man keine Vorlesungen besucht. Das ist fast die Hälfte des Jahres. Allerdings verbringst du einen Teil davon mit Klausuren und Hausarbeiten.

Vorlesungsverzeichnis:
In diesem Verzeichnis steht, welche Lehrveranstaltungen im jeweiligen Semester angeboten werden. Das Vorlesungsverzeichnis gibt es als Buch oder im Internet.

Wohngemeinschaft (WG):
Die WG ist die häufigste Lebensform von Studenten in Deutschland. Man teilt sich eine Wohnung. Das ist gerade am Anfang eine gute Möglichkeit, Leute kennen zu lernen.

Wohnheim: In Wohnheimen gibt es günstige Zimmer für Studenten, die leider oftmals etwas heruntergekommen sind. Meist sind sie jedoch sehr günstig und ein guter Ort für Partys.

Dieser Artikel erschien zuerst in der Sprachlernzeitschrift vitamin.de.

Sebastian Horndasch ist Studienberater, freier Journalist und Autor der Bücher Bachelor nach Plan und Master nach Plan. Vorher arbeitete er zweieinhalb Jahre für die Unternehmensberatung Control Risks. Sebastian hat VWL und Politik in Erfurt, Madrid und Nottingham studiert. Er lebt in Berlin.

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