Vorstellung: Das Ernst-Ludwig-Ehrlich-Studienwerk

Im Jahre 2009 wurde mit dem Ernst Ludwig Ehrlich­ Studienwerk das zwölfte deutsche Studienwerk gegründet. Damit hat die jüdische Gemeinde in Deutschland ein eigenes Studienwerk nach Vorbild der Stiftungen der katholischen und evangelischen Kirche. Möglich wurde dies durch das rasante Wachstum der jüdischen Gemeinde Deutschlands durch Zuwanderung aus der ehemaligen Sowjetunion.

Lebten zwischenzeitlich in Deutschland nur noch 25 000 Juden, sind es nun etwa 120 000. Mit dieser Renaissance jüdischen Lebens in Deutschland wurde die Schaffung eines entsprechenden Studienförderwerkes erst möglich.

Gefördert werden sollen – wie bei den anderen Stiftungen – akademisch vielversprechende Studenten und Doktoranden, die sich aktiv für die Gemeinschaft einsetzen. Besonderer Wert wird natürlich auf Engagement in den jüdischen Gemeinden gelegt. Für Studierende jüdischen Glaubens wurde damit eine hervorragende Quelle zur Studienfinanzierung und zur intellektuellen Weiterbildung geschaffen.

Der Namensgeber der Stiftung, Ernst Ludwig Ehrlich, überlebte als junger Mann den Holocaust und kehrte nach Deutschland zurück, wo er einer der wichtigsten Gesprächspartner im christlich­jüdischen Dialog wurde. Er starb im Jahre 2007.

Sebastian Horndasch ist Studienberater, freier Journalist und Autor der Bücher Bachelor nach Plan und Master nach Plan. Vorher arbeitete er zweieinhalb Jahre für die Unternehmensberatung Control Risks. Sebastian hat VWL und Politik in Erfurt, Madrid und Nottingham studiert. Er lebt in Berlin.

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