Mrz 14

Private Bilder als Karrierekiller?

Bewerbungsberater raten, möglichst keine allzu privaten Bilder bei sozialen Netzwerken Facebook und Twitter einzustellen und sich in seinen Äußerungen zurück zu halten. Ein Foto mit Kippe im Mund und Cocktail in der Hand könne ein Karrierekiller sein. Ich sage: Unsinn, entspannen Sie sich und leben Sie weiter.

Nacktbilder gibt es seit den alten Griechen. Also ruhig Blut. Bild: Wally Gobetz / Flickr.com

Nacktbilder gibt es seit den alten Griechen. Also ruhig Blut. Bild: Kevin Dooley / Flickr.com

Sucht man im Netz nach Rat in Sachen Bewerbung, stößt man schnell auf Artikel mit reißerischen Überschriften wie „Partybilder im Netz als Karrierekiller“, „Bewerbungsfalle Social Media?“ oder „Verräterische Spuren im Internet als Karriere-Killer“. Die Artikel suggerieren, dass man sich hüten sollte, allzu viel von sich im Netz preis zu geben – wer weiß, wie das bei Personalern ankommt? Meine Antwort: Das ist völlig egal. Ich persönlich halte solche Artikel für Panikmache weltfremder Menschen, die zwanghaft „Content“ produzieren müssen, egal, ob sinnvoll oder nicht.

Aber der Reihe nach. Personaler sind Individuen und haben dementsprechend individuelle Meinungen. Es lässt sich also nicht ausschließen, dass ihnen irgendetwas negativ aufstößt. Vielleicht wird aus dem Lebenslauf eine Parteiorientierung deutlich, die dem Personaler nicht passt? Vielleicht mag der Personaler die Firma nicht, in der man ein Praktikum gemacht hat? Und möglicherweise findet sich ja auch etwas in sozialen Netzwerken, das ein Personaler nicht schätzt? Das alles mag sein. Aber es ist Unsinn, seine private Kommunikation danach auszurichten, was vielleicht irgendwann irgendwer mal gut finden könnte.

Personaler sind Profis. Sie wissen, dass sie Menschen einstellen und keine Maschinen. Fast jeder von uns war schon mehr als einmal betrunken. Und das gilt auch für die Personaler, die einen einstellen. Warum also sollte ein Partybild oder ein mittelmäßiges Youtube-Video ein Problem sein?

Natürlich gibt es Ausnahmen. Extreme politische Äußerungen sind problematisch. Rassismus, Homophobie, Aufforderungen zu Gewalt sind alles Dinge, die Sie schlecht aussehen lassen – online wie offline. Pornographie ist auch eher ungünstig. Ansonsten aber rate ich schlicht dazu, entsprechende Ratschläge zu ignorieren und sein Leben normal weiter zu leben. Auch in sozialen Netzwerken.

Oder in den Worten und Bildern des großartigen Webcomics XKCD:

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Feb 20

Studienwahl – Die Qual der Auswahl

Oder: Warum Entscheidungen so schwierig sind

Abiturienten wie Bachelorabsolventen fühlen sich von der Auswahl, vor der sie stehen, erschlagen. Was studieren? Eine Frage mit tausend Antworten. Warum die Auswahl so schwierig ist – und welche Alternativen es gibt.

Zu viel Marmelade kann überwältigend sein. Bild: Tony Case / Flickr.com

Zu viel Marmelade kann überwältigend sein. Bild: Tony Case / Flickr.com

Beginnen wir mit einer Geschichte. In einem amerikanischen Supermarkt wurden Kunden an einem Tag 6, an anderen Tagen 24 verschiedene Marmeladen zum probieren angeboten. Wer probiert hatte, erhielt einen Preisnachlass von 1 Dollar für eine beliebige Sorte. Professorin Sheena Iyengar von der Columbia University wollte herausfinden, wie die Auswahl der Sorten die Entscheidungen der Kunden beeinflussen würde. 40% aller Kunden probierten von der kleineren Auswahl, 60% probierten von der größeren. Doch nun wird es spannend: Von der ersten Gruppe kauften 30% im Anschluss auch ein Glas Marmelade  und von der zweiten Gruppe – diejenige mit der größeren Auswahl – kauften im Anschluss nur 3%. Warum nur so wenige? Offenbar wirkte die Auswahl so groß, dass die Leute lieber gar keine Wahl trafen.

Abiturienten und Bachelorabsolventen stehen vor einem ähnlichen Problem: Die Auswahl ist riesig. Konkret stehen etwa 9.300 grundständige Studiengänge und 7.000 Masterprogramme zur Auswahl – alleine in Deutschland. Und im Ausland sind es noch viel mehr. Doch die Alternativen lassen sich immerhin strukturieren. Und dies tut dieser Artikel.

Ach ja: Wenn es schnell gehen muss, hilft mein Artikel Was studieren – Anleitung zur schnellen Studienwahl. Und richtig viele Infos gibt es natürlich in meinen Büchern Bachelor nach Plan und Master nach Plan.

1.         Disziplinär versus interdisziplinär

Wie sehr möchte man sich im Studium auf ein Fachgebiet konzentrieren? Eine zentrale Entscheidung bei der Studienwahl. Dabei kann es in beide Richtungen gehen: Extrem eng wie extrem breit. Ein Beispiel: Ein normales disziplinäres Studium wäre Maschinenbau. Nun wissen einige schon von Beginn an, dass sie im Luftfahrtbereich arbeiten wollen – und entscheiden sich für einen Bachelor in Luft- und Raumfahrttechnik – zum Beispiel an der Uni Stuttgart. Möchte man in die entgegen gesetzte Richtung gehen, also sehr generell studieren, bietet sich das Wirtschaftsingenieurwesen an, das BWL und Maschinenbau in sich vereint.

Ich selbst hatte mit meinem Bachelor in Staatswissenschaften – einer Mischung aus Wirtschaft, Politik und Recht – einen interdisziplinären Studiengang gewählt und dann einen reinen VWL-Master gemacht, also disziplinär studiert. Es geht aber auch anders herum: Man kann beispielsweise im Bachelor rein Volkswirtschaftslehre studieren – und im Master dann in die Breite gehen, indem man sich zum Beispiel für Philosophy and Economics in Bayreuth entscheidet.

2.         Inland versus Ausland

Das Ausland: Grenzenlose Studienfreiheit. Bild: Henning Mühlinghaus / Flickr.com

Das Ausland: Grenzenlose Studienfreiheit. Bild: Henning Mühlinghaus / Flickr.com

Warum unbedingt in Deutschland bleiben? Das deutsche Abitur sowie der deutsche Bachelor sind EU-weit ohne Wenn und Aber anerkannt und auch das BAföG kann man im Ausland problemlos beziehen. Die einzige Zusatzhürde: Ihr müsst in der Regel einen Sprachtest bestehen. Unsere Nachbarländer bieten einige großartige Studiengänge – und oftmals geringere Hürden, falls ihr Studiengänge mit hohem NC wählt. So sind in Österreich alle Fächer NC-frei – mit Ausnahme von Medizin, Psychologie und Kommunikationswissenschaft.

Infos zum Ausland gibt es an vielen Stellen. Besonders gut für die Studienwahl sind Studis Online sowie der Deutsche Akademische Austauschdienst. Wer generell nach Programmen im Ausland recherchieren möchte, ist bei Xstudy.eu, bachelorsportal.eu sowie mastersportal.eu richtig.

3.         National versus bi-national

Die meisten Studiengänge sind rein national – man studiert an einer Universität in einem Land und erhält dafür einen Abschluss. Man kann meist ein Auslandssemester einlegen, das war es aber dann auch. Doch es geht auch anders: Viele Bachelor- und Masterprogramme studiert man an zwei Hochschulen gleichzeitig – und erhält dann auch zwei Abschlüsse. Im Regelfall verbringt man die Hälfte der Zeit in Deutschland und die andere an der Hochschule im Partnerland.

Besonders viele bi-nationale Studiengänge gibt es in Kooperation mit Frankreich, organisiert durch die Deutsch-Französische Hochschule. Alle internationalen Studiengänge findet man, indem man in der Profisuche des Hochschulkompass im Bereich Studienform „Internationaler Studiengang“ angibt.

4.         Pures Studium versus duales Studium

Früher hieß es häufig bei der Studienwahl: Mach vorm Studium eine Berufsausbildung, dann hast du etwas richtiges gelernt. Heute geht beides gleichzeitig. Im dualen Studium macht man seine Ausbildung neben dem Studium an der Fachhochschule oder der Berufsakademie – Universitäten bieten keine dualen Studiengänge an. Ein duales Studium ist auch im Master möglich, allerdings gibt es hier nicht ganz so viele Angebote. Macht man einen dualen Master, arbeitet man in der Regel nebenbei als Trainee in einer Firma.

Die Suche nach dualen Studiengängen ist nicht ganz einfach, denn die Bewerbung findet in erster Linie über die Unternehmen statt. Leider gibt es keine zentrale Datenbank über alle Firmen, die ein duales Studium anbieten. Der Hochschulkompass listet auf seiner Seite alle dualen Studiengänge auf, die von Hochschulen angeboten werden. Ihr könntet euch dann an diese Hochschulen wenden und fragen, mit welchen Firmen sie kooperieren.

5.         Im Master: Konsekutiv versus nicht-konsekutiv versus weiterbildend

Für aufstrebende Manager: Der MBA. Bild: Avard Woolaver / Flickr.com

Für aufstrebende Manager: Der MBA. Bild: Avard Woolaver / Flickr.com

Im Regelfall studiert man einen Master, der inhaltlich auf dem Bachelor aufbaut – ein so genannter Konsekutivmaster. Allerdings gibt es auch Master, die nicht zwangsläufig auf einem fachlich entsprechenden Bachelor aufbauen. So kann man Literatur im Bachelor studiert haben und dann einen Master in Betriebswirtschaftslehre belegen. Einige Beispiele für nicht-konsekutive Master: Betriebswirtschaftslehre an der FH Kiel, Soziale Arbeit an der KU Eichstätt sowie Corporate Management & Economics an der Zeppelin Universität.

Eine andere Alternative: Erst einmal arbeiten gehen und später dann einen weiterbildenden Master machen wie zum Beispiel einen MBA. Weiterbildende Master sind immer praktisch angelegt und häufig berufsbegleitend. MBAs findet man im MBA Compass. Nach weiterbildenden Mastern kann man in der Profisuche des Hochschulkompass suchen.

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Jan 18

MOOCs: Die Zukunft des Lernens?

In Amerika ein vieldiskutierter Trend, in Deutschland noch in den Kinderschuhen: Massive Open Online Courses – kurz MOOCs – bieten gratis weiterbildende Kurse auf Universitätsniveau mit entsprechenden Zertifikaten. Freie Bildung für alle – eine Utopie, die mittels MOOCs verwirklicht wird?

Statt nach Weiterbildung zu suchen, säßen viele lieber im Café. Bild: Sherman Geronimo-Tan / Flickr.com

Ein Kaffee wäre schön. Bild: Sherman Geronimo-Tan

Weiterbildung, lebenslanges Lernen, Flexibilität – allenthalben hören wir, dass es mit dem Hochschulabschluss allein nicht getan ist. Das Lernen hört nie auf. Immer schneller, immer mehr, immer weiter. So sitze ich eines Sonntags vor meinem Computer statt mit Freunden im Café und suche nach Weiterbildungsmöglichkeiten. Vielleicht an der Volkshochschule mein Spanisch auffrischen? Die Kurszeiten beißen sich mit meinem Sport. Vielleicht jeden Tag ein Video von der Khan Academy schauen, einer Seite mit tausenden Erklärvideos von Wirtschaft bis Geschichte und Philosophie? Ist wie bei allen guten Vorsätzen: Macht man eh nicht. Viel Geld für kommerzielle Anbieter ausgeben? Dagegen hat mein Geldbeutel etwas einzuwenden. Was also tun? Ich mache mir ersteinmal einen Kaffee.

Eine neue Bildungsrevolution?

MOOCs: Sieht so die Zukunft des Studierens aus? Bild: Mitchell Joyce / Flickr.com

MOOCs: Sieht so die Zukunft des Studierens aus? Bild: Mitchell Joyce / Flickr.com

Dann stoße ich auf MOOCs. Massive Open Online Courses. Der Hype des Jahres in den USA – immerhin wurde das Wort von der New York Times zum Schlagwort des Jahres 2012 gekürt. In Deutschland sind MOOCs dagegen bisher noch nicht ganz angekommen, auch wenn die Presse das Thema langsam für sich entdeckt – so zum Beispiel Mercedes Bunz für den Tagesspiegel.

Aber was sind MOOCSs? Es handelt es sich – wie der Name schon sagt – um Onlinekurse, die gratis sind („open“) und einer theoretisch unendlich großen Zahl an Teilnehmern („massive“) offen stehen. Außerdem bieten sie umfangreiche Interaktionsmöglichkeiten für die Studierenden untereinander. MOOCs leben also davon, dass viele Studierende teilnehmen: Je mehr es sind, desto besser und intensiver die Diskussion. Der Clou: Am Ende nimmt man an einer Prüfung teil und erhält ein entsprechendes Zertifikat. Die Universität Freiburg, die FU Berlin und die TU München erkennen als erste deutsche Universitäten bestimmte Kurse eines Anbieters, Udacity, als reguläre Prüfungsleistungen an. Klingt vielversprechend.

Also entscheide ich mich für ein MOOC. Ich will mich weiterbilden, ich will ein hohes Niveau und ich will einen Nachweis dafür haben. In Deutschland gibt es leider keine einzige Institution, die MOOCs anbietet. Schauen wir also nach Amerika. Dort sind derzeit drei Projekte am Start: 1. edX, eine gemeinnützige Plattform, die von Harvard und dem MIT gegründet wurde, allerdings noch in den Kinderschuhen steckt, 2. Udacity, das sich derzeit nur an Physiker und Informatiker richtet sowie 3. Coursera, das Kurse in allen Bereichen anbietet und bereits einige hundert Seminare auf Lager hat. Weitere Anbieter werden bald folgen, zum Beispiel die britische Plattform Futurelearn, die bisher allerdings noch recht leer ist.

Die Plattformen haben dabei ambitionierte Ziele: Udacity möchte bereits 2013 ein komplettes Informatikstudium online anbieten – von der Einführungsvorlesung bis zum hochspezialisierten Masterkurs. Dabei sollen einzelne deutsche Lehrstühle bereits Credits akzeptieren, die auf bei Udacity gesammelt wurden. Einen Anspruch darauf hat man allerdings nicht. Coursera schreibt als Ziel aus, „Milliarden von Menschen eine Weltklassebildung zu ermöglichen“. Und edX ruft mit MOOCs die Bildungsrevolution aus. Gut gebrüllt, Löwe.

Bücher und Bibliotheken? Bald vielleicht Vergangenheit dank MOOCs. Bild: Francois de Halleux / Flickr.com

Bücher und Bibliotheken? Bald vielleicht Vergangenheit dank MOOCs. Bild: Francois de Halleux / Flickr.com

Nun geht es ans Ausprobieren. Da ich kein Technikfreak bin, fällt meine Wahl auf Coursera. Die MOOC-Plattform wurde im April 2012 von zwei Stanford-Professoren gegründet. Mittelfristig will die Firma Gewinn machen, die Kurse sollen allerdings gratis bleiben. Auch Udacity ist profitorientiert, nur edX ist komplett wohltätig. Geld wollen die Webseiten vor allem damit verdienen, dass Kursteilnehmer ihre Klausuren gegen eine Gebühr in Testcentern machen und dafür ein entsprechend „wertigeres“ Zertifikat erhalten – am Computer zuhause kann man ja schummeln.

Ich belege den Kurs „Organizational Analysis“. Die erste Vorlesung ist vielversprechend: Sie ist interessant, verständlich und wird regelmäßig von Quizfragen unterbrochen – so ist sicher gestellt, dass man auch wirklich zuhört. Das dazugehörige Forum ist voll mit Diskussionen, Fragen und Antworten. Eine globale Community studiert gemeinsam. Ich bin begeistert.

Nach der Vorlesung möchte ich gerne die entsprechenden Materialien lesen – doch hier folgt die Überraschung: Die meisten sind kostenpflichtig. Die Preise sind nicht hoch (zusammen 10 Dollar für die erste Einheit), aber das läppert sich ja mit der Zeit. Klarstellung vom Dozenten im Forum: Da die Dokumente per Copyright geschützt sind, könne man sie beim besten Willen nicht gratis weitergeben. Die Bezahlmaterialien seien sowieso nur nötig, wenn man tief einsteigen möchte. Wer sowieso studiert und damit Zugang zu einer Unibibliothek hat, kann sich die Materialien natürlich auch so besorgen. Wer das nicht kann, der hat Pech. Da läuft also noch einiges unrund. Aber noch sind MOOCs ja auch neu, da lässt sich noch einiges verbessern.

MOOCs – der Schlüssel zur Demokratisierung von Bildung?

Bringen MOOCs die Revolution? Bild: Michael Thompson / Flickr.com

Bringen MOOCs die Revolution? Bild: Michael Thompson / Flickr.com

Gerade in Entwicklungsländern ist der Mangel an (guten) Universitäten ein großes Problem. Wenn es keine beziehungsweise keine gute Lehre gibt, haben auch die talentiertesten jungen Menschen keine Chance auf gute Hochschulbildung. MOOCs wären hier ein Rezept, preisgünstig exzellente Lehre auch noch an den hintersten Ort der Welt zu bringen – vielleicht auch in Kombination mit Präsenzlehre. Allerdings wittern hier einige Kritiker Bildungskolonialismus – der reiche Norden diktiert den weltweiten Wissenskanon.

Ich frage Anja C. Wagner, die seit Jahren zu Bildungsthemen forscht. Sie sieht diese Frage entspannt: „Wer sagt, dass MOOCs ausschließlich aus dem Westen initiiert werden müssen? Auch in Asien wächst der Online-Bildungsmarkt rasant – und angesichts der dort vorherrschenden Experimentierfreude könnte ich mir durchaus vorstellen, dass bald ganze Länder daran gehen, die Präsenz-(Hoch-)Schulen zurückzufahren.“

Doch sind MOOCs wirklich ein Konzept für die breite Masse? Bei MOOCs ist die Eigenmotivation extrem wichtig, denn man steht zeitlich und sozial nicht unter Druck. Gerade schwächere Studierende brauchen persönliche Betreuung – und die bieten diese Art von Onlinekursen ja gerade nicht. Laut Wagner wird ein MOOC-Vollstudium „derzeit nur Personen mit sehr hoher Selbstmotivation glücken. Insofern wird es in unseren Breitengraden noch einige Zeit diverser Unterstützungsleistungen bedürfen, die sich vor allem rund um die Bereitstellung von Lernräumen und -zeiten gruppieren.“

Deutschland: Kein Internetanschluss unter dieser Nummer?

Kein Anschluss in Schland: Deutschland ist bei MOOCs bisher außen vor. Bild: Jenny Downing / Flickr.com

Kein Anschluss in Schland: Deutschland ist bei MOOCs bisher außen vor. Bild: Jenny Downing / Flickr.com

In Deutschland experimentiert noch niemand mit MOOCs. Anja Wagner hält dies für ein großes Versäumnis: „Die hiesigen Hochschulen werden derzeit von dieser Entwicklung überrollt. Sie haben schlichtweg den Anschluss verpasst und das Potenzial informeller Vernetzungen unterschätzt.“

Was können deutsche Hochschulen besser machen? Wagner ist sich nicht sicher. „Eigene MOOCs diesem englischsprachigen Angebot entgegenzustellen, dürfte weniger attraktiv sein für Studierende. Es braucht einer gewissen kritischen Masse, um innerhalb eines solchen Kurses genügend Potential für vielfältige Interaktionen zwischen den Studierenden zu ermöglichen. Es wird interessant sein zu beobachten, wie sie mit dieser für sie unerwarteten Konkurrenz umgehen.“

Update 31. Januar 2013: So schnell ändern sich die Dinge: Das Interview mit Anja Wagner fand im November 2012, seitdem ist ein Anbieter in Deutschland dazu gekommen – die Leuphana Digital School. In diesem Pilotprojekt arbeiten Teams unter Leitung des weltberühmten Architekten Danien Liebeskind an dem Thema “ThinkTank – Ideal City of the 21st Century” – das ganze findet online statt und jeder kann gratis mitmachen. Gegen eine kleine Gebühr erhalten Teilnehmer am Ende ein Zertifikat, das sie als Prüfungsleistung versuchen können, in ihr Studium einzubringen. Spannende Sache!

(K)eine Revolution?

Der Schweizer Sozialunternehmer Michel Bachmann sieht im Hochschulbildungsbereich dringenden Veränderungsbedarf. „Higher Education ist die nächste Blase, die platzt. Damit meine ich die ganzen MBAs und Inflation von Titeln. Die alte Formel „MBA = guter Job“ geht schlichtweg nicht mehr auf. Die einzige Gewissheit ist, dass man danach hohe Schulden hat.“ Neue Formen der Wissensvermittlung im Netz sieht Bachmann dabei als einen Schlüssel.

Sind Massive Open Online Courses das Konzept, das diese Veränderung bewirkt? Anja Wagner: „MOOCs sind eine interessante Entwicklung, wenn auch weniger revolutionär, wie es jetzt in der Diskussion erscheint. Verschiedene Anbieter experimentieren seit einiger Zeit mit verschiedenen Lehrmodellen, die unser klassisches Verständnis von ‚qualitativer’ Bildung via (Hoch-)Schulen noch eine Weile herüber retten.“ Wie Bachmann stellt auch sie die derzeitige Hochschullandschaft in Frage. „Lediglich die Zertifikatsfrage zwecks Vergleichbarkeit der erzielten Ergebnisse bindet das Modell noch an die ‚Good Old School’. Aber auch hier wird bereits mit Alternativen experimentiert.“

Beyond MOOCs: Bildung komplett auf Augenhöhe. Bild: Dani Vazquez / Flickr.com

Beyond MOOCs: Bildung komplett auf Augenhöhe. Bild: Dani Vazquez / Flickr.com

Bachmann ist einer derjenigen, die über neue Modelle nachdenken: „Bildung ist heute noch zu sehr eine Einbahnstraße, gerade auch im Online Bereich. Meine Vision wäre eine horizontale Plattform, wo es wieder ums Lernen statt um Bildung geht und alle zur kollektiven Wissensproduktion beitragen. Sprich: Die Dichotomie Lehrer/Student wird aufgehoben und wir werden alle zu Lernenden.“

Wagner glaubt, dass in Zukunft viele Formen des Lernens nebeneinander existieren werden: „Warum sollen nicht zukünftig vielfältige Bildungskarrieren nebeneinander existieren, die sich wechselseitig fördern und fordern? Einzelne Personen werden sich in Zukunft das für sie treffendste Modell selbst zurecht zimmern. Und dieses Modell wird internationale MOOCs ebenso beinhalten, wie lokale Seminare, informelle Lerngruppen oder kollaborative Experimentierräume. Je nachdem, wo sich die Person am wohlsten fühlt.“ Dabei ist sie optimistisch: „Warten wir ab, was die kollektive Intelligenz uns noch an weiteren Entwicklungen zuträgt.“ Es bleibt also spanned.

Dieser Artikel über MOOCs erschien zuerst bei Studis Online.

 

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Jan 10

Motivationsschreiben fürs Studium: Vorsicht Falle!

Bei Bewerbungen fürs Studium sind häufig Motivationsschreiben erforderlich. Ich biete als Service die Überarbeitung von Motivationsschreiben an – und stoße dabei auf so manche Stilblüten. Hier meine Top 11-Liste an Fehlern, die man besser vermeiden sollte. Und wie es richtig geht, erkläre ich in meiner Anleitung zum Motivationsschreiben fürs Studium.

1. Aussagen ohne Inhalt

Keine gute Idee: Aussagen so leer wie ein Fußballstadion in der Winterpause. Blid: Andrew Ashton / Flickr.com

Keine gute Idee: Aussagen so leer wie ein Fußballstadion in der Winterpause. Blid: Andrew Ashton / Flickr.com

Wir treffen ständig inhaltslose oder offensichtliche Aussagen. „Kalt draußen“, „Lage im Mittleren Osten problematisch“, „Berliner Flughafen verzögert“: Das alles weiß man eh bereits und müsste man nicht wiederholen. Man macht es aber trotzdem. Und das ist okay – aber nicht im Motivationsschreiben.

Hier einige Beispiele aus realen Motivationsschreiben[1]:

  • Die Vorlesungen meines Bachelorstudiums waren durchweg sehr interessant“. Die Vorlesungen mögen interessant gewesen sein, allerdings ist das allgemein, dass der Satz keinerlei Aussagekraft hat.
  • Ich möchte ein Erasmussemester machen, da internationale Erfahrungen sehr wichtig sind.”. Aha. Internationale Erfahrungen sind also wichtig. Und warum?
  • Auf der Suche nach einem geeigneten Studienplatz für ein Masterstudium bin ich auf den Studiengang ‚Management im Gesundheitswesen’ an Ihrer Fachhochschule gestoßen.” Was daran inhaltslos ist? Es ist offensichtlich. Wie soll man denn sonst auf einen Studiengang stoßen?
  • Osnabrück ist eine abwechslungsreiche Stadt mit zahlreichen Freizeitangeboten und einer attraktiven Umgebung.” Erst einmal stimmt das gar nicht – aber selbst, wenn es so wäre, wäre dies ein denkbar schlechtes Argument dafür, in ein Masterstudium aufgenommen zu werden. Denn bewirbt sich auf einen Studienplatz, nicht für eine Stadt.
Motivationsschreiben: Horndasch hilft

Unsicher beim Erstellen Ihres Motivationsschreibens? Ich helfe gerne! Mit den Bewerbungspaketen beeindrucken Sie für wenig Geld durch gut formulierte, strukturierte und optisch ansprechende Bewerbungen.

Noch günstiger ist mein Buch Master nach Plan mit vielen Tipps und Beispielanschreiben auf Deutsch, Englisch und Französisch.

2. Zu viel Motivationsblabla, zu wenig Inhalt

Viele Bewerber denken, dass „Motivationsschreiben“ bedeutet, die eigene Motivation in möglichst vielen Varianten zu betonen. Ich habe schon Schreiben gesehen, die zur Hälfte aus einer Variation von folgendem Satz bestanden:

  • Ich bin von Ihrem einmaligen Programm und Ihrer Universität begeistert und wäre stolz und motiviert, bei Ihnen studieren zu dürfen.“ Für sich ist der Satz okay. Nur sollte man ihn nicht ständig wiederholen.

Noch besser ist es allerdings, die eigene Motivation auch mit Argumenten zu unterlegen. Ein Positivbeispiel:

  • Das Masterprogramm überzeugt mich aufgrund der einzigartigen Kombination der Bereiche Philosophie und Betriebswirtschaftslehre. Dass Ihre Hochschule im diesjährigen Ranking der Financial Times eine hohe Platzierung erreichen konnte, spricht für Ihre Qualität und motiviert mich, als Studentin Teil Ihrer Universität zu werden.“

3. Kein Bezug zum Studiengang

Manche Bewerber erzählen im gesamten Motivationsschreiben über sich – und erwähnen das angestrebte Studium gerade mal in der Betreffzeile. Zwar sollte man in bei der Bewerbung für den Master in der Tat von sich selbst sprechen, dies muss allerdings immer in Bezug auf das angestrebte Studium geschehen. Ein Positivbeispiel:

  • Durch mein dreimonatiges Praktikum bei der Firma Hasenpeter PR in München durfte ich zahlreiche Erfahrungen im Bereich der öffentlichen Kommunikation machen. Die Arbeit dort hat meinen Wunsch, auch nach meinem Bachelorabschluss mein Wissen in diesem Fachbereich zu vertiefen, gefestigt. Die optimale Möglichkeit für dieses Vorhaben bietet ihr Masterprogramm aufgrund X und Y.“

4. Angeberei

Meins, Alter! Angeberei ist im Motivationsschreiben genauso unsympathisch wie im richtigen Leben. Bild: Mohammed Nairooz / Flickr.com

Meins, Alter! Angeberei ist im Motivationsschreiben genauso unsympathisch wie im richtigen Leben. Bild: Mohammed Nairooz / Flickr.com

Schätzen Sie sich glücklich, diese Zeilen zu lesen. Denn mit den bisherigen Punkten konnte ich bereits nachhaltig Ihr Bewerbungskönnen in Sachen Motivationsschreiben verbessern. Ich hebe Ihre Fähigkeiten auf eine neue Stufe – argumentativ, rhetorisch und logisch. Dadurch habe ich entscheidenden Anteil an Ihrem akademischen und beruflichen Erfolg.

Fällt Ihnen etwas auf? Das war ganz schön aufschneiderisch – und unsympathisch. Mit so jemandem möchte man nicht unbedingt zusammen arbeiten oder studieren. Und doch denken viele, dass in Motivations- und Bewerbungsschreiben genau dieser Stil gefragt ist. Ist er nicht.

Natürlich zeigt man sich in Motivationsschreiben von seiner besten Seite. Natürlich sollte man selbstbewusst wirken. Wer es aber übertreibt, wirkt wie im echten Leben – unsympathisch. Hier ein reales Beispiel, wie man es nicht machen sollte (Namen und Firmen geändert):

  • Um unabhängig arbeiten zu können, bedarf es herausragender Organisationsfähigkeiten, außergewöhnlicher Führungsstärke und überragender Kreativität. Diese Fähigkeiten konnte ich mir während meines Praktikums bei Siemens in Vancouver, als engagiertes Mitglied des Börsenvereins sowie als Mitbegründer von coffeehouse.com aneignen.

5. Selbstcharakterisierungen

Vielleicht sind Sie versucht, Ihre herausragenden Charaktereigenschaften im Motivationsschreiben mit einzubringen. Dass Sie belastbar sind, teamfähig, sensibel und verantwortungsvoll. Tun Sie es nicht. Eigenlob stinkt. Immer. Ihre Charaktereigenschaften ergeben sich aus dem, was Sie tun. Wenn Sie seit Ewigkeiten Kirchenfreizeiten leiten, wenn Sie sich im Sportverein engagieren, wenn Sie sich im Fachschaftsrat engagieren, sagt das tausendmal mehr aus, als wenn Sie von sich behaupten, ein so netter Mensch zu sein. Hier ein paar Negativbeispiele:

  • Dabei darf ich mich selbst als sehr belastungsfähig erleben, da ich in Extremsituationen handlungsfähig bleibe und unter großem Druck verantwortungsvolle Entscheidungen treffen kann.“
  • Meine Vorgesetzten loben an mir meine Zuverlässigkeit, meine innovativen Ideen sowie meine große Teamfähigkeit.“

6. Umgangssprache

Ein eher seltener Fehler – die Nutzung einer komplett unpassenden Sprache. Bei einem Motivationsschreiben, aus dem diese Zitate stammen, bin ich allerdings fast vom Stuhl gefallen:

  • Ich heiße Luisa und studiere seit September 2009 an der FH Erfurt Eventmanagement. Der Weg dorthin war steinig und schwer und hat mich und alle um mich rum definitiv viele Nerven und graue Haare gekostet.“
  • Mir ist es sehr wichtig dieses Studium zu absolvieren, da ich im Leben keine weiteren Anhaltspunkte habe um später etwas zu erreichen. Ich habe leider auch nicht die finanzielle Möglichkeit mein Leben sinnlos zu verplempern.“

7. Logische Sprünge

Schwer mit einem Zitat zu belegen, ist dies doch einer der häufigsten Fehler. Dieselben Dinge werden an verschiedenen Stellen angesprochen, es gibt keinen roten Faden, keine Geschichte, keine Kohärenz. Mein Tipp: Achten Sie auf eine gute Ordnung und einen roten Faden in Ihrem Schreiben.

8. Guttenberg Style

Kopieren Sie nicht - und vor allem nicht von mir! Bild: Tim Bartel / Flickr.com

Kopieren Sie nicht – und vor allem nicht von mir! Bild: Tim Bartel / Flickr.com

Schreiben Sie nicht ab – auch nicht von mir! Meine Anleitung zum Motivationsschreiben fürs Studium enthält eine Reihe von Beispielformulierungen. Kopieren Sie sie nicht – denn auch anderen lesen meine Artikel. Folgende E-Mail eines Professors erreichte mich vor einiger Zeit:

Lieber Herr Horndasch,

Ihre Vorschläge für Motivationsschreiben für Masterstudiengänge haben durchschlagenden Erfolg :-)

Den Satz “Mir ist bewusst, dass Ihre Fakultät den Bewerbern nur eine begrenzte Anzahl von Studienplätzen anbietet. Ich bin jedoch davon überzeugt, dass mich meine akademische Vorbildung dazu befähigt, Ihren hohen akademischen Standards mehr als zu genügen und einen engagierten Beitrag zum …. .” haben wir in gefühlten 20 % der Bewerbungen diese Woche gelesen!

Herzliche Grüße!

9. Rechtschreibfehler

Natürlich organisierte Horst die Abschiedsfeier für seinen besten Freund Heinz. Und doch war es ihm ein Rätsel, warum gerade er als einziger im Freundeskreis ohne Masterstudienplatz geblieben war.

Gerne organisierte Horst die Abschiedsfeier für seinen besten Freund Heinz. Und doch war es ihm ein Rätsel, warum gerade er als einziger ohne Masterstudienplatz geblieben war. Bild: AdiH / Flickr.com

Kein Fehler kickt mehr aussichtsreiche Studierende aus Bewerbungsverfahren als Rechtschreibfehler. Weit mehr als die Hälfte aller Motivationsschreiben, die ich lese, enthalten haarsträubende Fehler. Tödlich bei der Bewerbung an einer wissenschaftlichen Institution.

Dabei ließe sich das so leicht vermeiden: Word filtert schon einiges heraus (wenn man denn die Vorschläge ernst nimmt). Die verbleibenden Fehler lassen sich durch Freunde und Verwandte eliminieren. Man sollte sich allerdings jemanden suchen, der wirklich gut schreiben kann – und dies nicht nur behauptet.

10.   Sich nicht an Regularien halten

Hochschulen sagen häufig sehr klar, was im Motivationsschreiben stehen soll und welche Länge sie erwarten. Daran sollte man sich halten. Viele tun das nicht – meist aus Ignoranz. Und genau das signalisiert man, indem man sich nicht an die Forderungen hält: Ignoranz, Schluderigkeit, Oberflächlichkeit. Tun Sie das nicht – und machen Sie es besser.

11.   Sich unwohl fühlen

Wenn Sie sich irgendwo bewerben und das Gefühl haben, sie können sich nicht richtig mit Ihrem Schreiben identifizieren – dann haben Sie mit diesem Gefühl möglicherweise Recht. Im Motivationsschreiben sollte man sich von seiner besten Seite zeigen – wer sich aber als jemand anders zeigt als derjenige, der er ist, macht in der Regel einen Fehler.

 

Übrigens: Sehr gute Tipps zu allen Bewerbungsfragen – und somit natürlich auch zu Motivationsschreiben fürs Studium – bietet übrigens Gerhard Winkler auf seiner Internetseite.

 


[1] Bei allen realen Beispielen wurden Namen und Orte geändert.

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Dez 18

Workshops zur perfekten Masterbewerbung in Berlin und Regensburg

Den richten Master auswählen, Motivationsschreiben und Lebensläufe schreiben – ein Alptraum für viele Studierende. In meinen Workshops zeige ich, wie es geht – praxisnah, unterhaltsam und konstruktiv.

Sebastian Horndasch

Individuelle Beratung in meinen Workshops Bild: e-fellows.net

Vor der Wahl des richtigen Masters steht die Suche – bei zahlreichen Möglichkeiten im In- und Ausland sowie mangelnder Übersichtlichkeit eine Herausforderung. Bei der konkreten Auswahl spielen viele Faktoren eine Rolle, unter anderem berufliche Erwägungen, die inhaltliche Ausrichtung oder das Renommee der Hochschule. Im Seminar “Der perfekte Master – Auswahl und Bewerbung” lernen Studierende konkret, wo und wie sie suchen können – und wie sie gute von schlechten Masterprogrammen unterscheiden.

Bewerbungen für Masterprogramme erfordern häufig Motivationsschreiben und Lebensläufe – ein großer Unsicherheitsfaktor für Studierende. In meinem fünf- bis sechsstündigen Workshop lernen die Teilnehmer, worauf sie beim Schreiben ihres Motivationsschreibens achten sollten und wie ein guter Lebenslauf aussieht. Dabei erarbeiten wir gemeinsam eine Struktur sowie Schlüsselformulierungen für eine gelungene Bewerbung.

Im Januar 2013 halte ich den Workshop an mehreren Orten, noch nichts ganz ausgebucht sind die beiden in Regensburg und Berlin. Hier die Daten:

Regensburg am Donnerstag, den 10.01.2013, 10:00 – 15:00 Uhr

Ort: Agentur für Arbeit Regensburg, Raum 2.085

Kosten: Keine

Verbindliche Anmeldung (mit Angabe von Name, Studiengang, Semester/ Abschluss): regensburg.271-Akademiker@arbeitsagentur.de oder careerservices@hs-regensburg.de

Berlin am Montag, den 14.01.2013, 13:00 – 18:00 Uhr

Ort: Agentur für Arbeit Berlin Mitte, BIZ, Friedrichstr. 39, 10969 Berlin, Gruppenraum B

Kosten: Keine

Anmeldung: per E-Mail an: Berlin-Mitte.Hochschulteam@arbeitsagentur.de

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Dez 11

Schlechtes Abi – BWL privat studieren?

Eine potentielle Kundin glaubt, an einer staatlichen Hochschule im Fach BWL keine Chance zu haben. Sie möchte daher von mir ein Motivationsschreiben für die private EBC Hochschule erstellt wissen. Doch ist das wirklich der einzige Weg? Horndasch hilft!

Straßenmusik: Eine Möglichkeit zur Begleichung hoher Studiengebühren. Bild: Collin Key / Flickr.com

Hallo Herr Horndasch,

ich habe 2010 mein Abitur in Niedersachsen gemacht und danach eine Ausbildung begonnen, die ich 2013 beenden werde. Nach meiner Ausbildung möchte ich ein BWL-Studium an der EBC Hochschule Hamburg aufnehmen, da ich mit meinem recht schlechten Abiturschnitt an staatlichen Unis nur geringe Chancen auf einen Studienplatz in BWL habe. Daher ist mir der BWL-Studiengang an der privaten EBC Hochschule sehr wichtig. Können Sie mir helfen?

Viele Grüße

Sandra Leuschner

Liebe Frau Leuschner,

zunächst einmal Danke für Ihre Anfrage. Gerne helfe ich Ihnen beim Erstellen eines Motivationsschreibens im Rahmen meiner Bewerbungspakete.

Vorher möchte ich Sie aber fragen: Wollen Sie das wirklich? Die EBC Hochschule ist eine eine private Hochschule, an der Sie viel Geld zahlen – genau gesagt 675 Euro pro Monat. Hinzu kommen Prüfungsgebühren, Aufnahmegebühren sowie eine Bachelor-Prüfungsgebühr. Zusammen kommen Sie bei einem sechssemestrigen Studium auf etwa 26.000 Euro nur an Gebühren. Sehr viel Geld. Die EBC ist dabei wahrlich keine schlechte Hochschule, sie ist aber auch nicht herausragend. Es handelt sich bei der EBC Hochschule um eine solide Mittelklasse-Privathochschule. Anders als bei den Top-Privathochschulen bekommen Sie hier kaum mehr geboten als bei der staatlichen Konkurrenz.

Was Sie vielleicht nicht wissen: Sie haben viele Optionen an staatlichen Hochschulen. Es gibt eine große Reihe an staatlichen Fachhochschulen und sogar einige Universitäten, an denen Sie BWL zulassungsfrei studieren können – also unabhängig von Ihrem Abiturschnitt. Drei Beispiele von guten zulassungsfreien Bachelorstudiengängen in Betriebswirtschaftslehre:

Sie können meine Suche leicht nachvollziehen: Gehen Sie auf www.hochschulkompass.de, klicken Sie auf Studiengänge > Profisuche, suchen Sie nach “Betriebswirtschaftslehre” und klicken Sie auf die Optionen grundständige Studiengänge; ohne Zulassungsbeschränkung; staatliche Trägerschaft.

Und selbst wenn Studiengänge mit einem NC belegt sind, ist das für Sie nicht das Ende. Denn NCs sind nicht immer allzu hart. Wie der NC funktioniert, erkläre ich in meinem Artikel “Wie hoch ist der Numerus Clausus?”. Wenn Sie auf nc-werte.info schauen, finden Sie die NC-Werte der vergangenen Jahre. Teilweise liegen diese Werte bei 3,0 oder höher. Und diese Hürde ist selbst mit einem eher schlechten Abi zu schaffen.

Natürlich helfe ich Ihnen gerne bei der Bewerbung fürs BWL-Studium an der EBC Hochschule. Einerseits mit meinen Artikel Anleitung fürs Motivationsschreiben sowie meine Anleitung für den Lebenslauf. Andererseits mit meinen Bewerbungspaketen. Lassen Sie es mich wissen – aber informieren Sie sich vorher über Ihre Alternativen.

Mit besten Grüßen!

Sebastian Horndasch

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Nov 23

22 Geschenke für Studierende

Studis sind meistens klamm und brauchen doch viele Dinge. Hier eine Liste mit Geschenken, die allen Schenkenden die Wahl erleichtern sollte. Hier eine Liste, die allen Schenkenden die Wahl erleichtern sollte. Nicht nur für Weihnachten, auch für andere Gelegenheiten – und in allen Preisklassen von 10 bis 1.000 Euro.

Geschenke für Studenten bis 15 Euro

Auch mit einem kleinen Budget kann man Studierenden großartige Weihnachtsgeschenke kaufen – vom Kalender übers Notizbuch bis zu pflanzlichen Dopingmitteln gibt es viele günstige Geschenkideen.

1. Ein Notizbuch von Moleskine

Schon Oscar Wilde und Bruce Chatwin nutzten sie: Es gibt keine schöneren Notizbücher als die Klassiker der italienischen Firma Moleskine. Schlicht, schön, edel. Vom Kalender bis zum Städtebuch ist alles dabei. Für Studierende besonders praktisch: Die Blöcke in Extra Large. Ab 10 Euro.

 

 

Geschenke für Studierende kaufen – aber wo?

Amazon ist der Standard für den Onlineeinkauf. Ein Riesensortiment, günstige bis keine Versandkosten, hohe Geschwindigkeit – die Vorteile sind bekannt. Doch Amazon ist nicht die einzige Alternative für Weihnachtsgeschenke…

Kreatives von Dawanda

Oftmals möchte man etwas Einzigartiges verschenken – doch irgendwie fällt einem nichts ein. Die Lösung: Dawanda. Dawanda ist ein Portal für Kreative, die handgemachte Dinge anbieten: Kleidung, Schmuck, Taschen, Möbel, Kunst und vieles mehr. Hier wird man definitiv fündig.

Fair schenken: Korrekte Klamotten

korrekte klamotten ist ein Netzwerk diverser Modelabels und kleiner Modegeschäfte, die wirklich alle Aspekte des ganzen Geschäfts betrachten. Sie verwenden weitestgehend Recyclingpapier für ihre Werbung, nutzen Ökostrom, haben ihr Konto bei einer ethisch-ökologischen Bank etc. Wer nicht nur tolle Produkte verschenken, sondern auch nachhaltig handeln möchte, ist hier richtig:http://www.korrekte-klamotten.de

2. Nicht nur für Kinder: Der Mädchen- und Jungskalender

Martina Hoffmann ist eine in Berlin ansässige begnadete Illustratorin. Alle Jahre wieder zeichnet sie zwei wunderbare Kalender: Den Mädchenkalender sowie den Jungskalender. Beide eignen sich für Kinder – aber auch für Erwachsene, denn Martina schafft es, kindheitliche Romantik, Phantasie und Staunen in grandiosen Bildern festzuhalten. In Din A5 für 11,00 Euro, in A4 für 17,00.

3. Gegen die Müdigkeit: Guaraná-Tabletten

Es ist mal wieder spät geworden und der Professor langweilt mit Schachtelsätzen? Kaffee hilft schon lange nicht mehr? Ihr braucht etwas Härteres. Bevor man als Student zu illegalen Drogen greift, sollte man Guaraná ausprobieren. Es handelt sich um eine Pflanze aus dem Amazonas, die sehr viel Koffein enthält. Die Wirkung ist stark, gleichzeitig bleibt eure Verdauung intakt. Das perfekte Geschenk für müde Studenten. Ca. 14 Euro für 100 Kapseln.

4. Vernünftig kochen: Das Kochbuch von Tim Mälzer

Tim Mälzer mag im TV mitunter nerven, doch seine Kochbücher sind hervorragend. Gerade für Einsteiger werden die Rezepte klar und einfach erklärt. Wer in der Lage ist, einer einfachen Anleitung zu folgen, wird mit Hilfe dieses Buches hervorragendste Gerichte hervorbringen. Wer also nicht jeden Tag Pizza oder Nudeln essen oder diesen Gerichten einfach nur einen gewissen Kick geben möchte, ist mit dem Kochbuch von Tim Mälzer gut beraten. 14,95 Euro.

5. DVD: L’Auberge Espagnole

Ein wunderschöner Film übers Leben mehrerer Studenten in Barcelona. Nicht mehr der neueste, doch die Erfahrungen sind nach wie vor aktuell. Es wird wohl keinen Erasmusstudenten geben, der sich mit L’Auberge Espagnol nicht identifizieren kann. Ca. 8 Euro.

 

 

6. Mein Buch: Master nach Plan

Der Master steht bald an? Wer auf der Suche nach dem richtigen Programm ist, wer unsicher ist, wie er sich bewerben soll und wer noch nach der richtigen Finanzierung des Masters sucht, für den ist meinen Buch Master nach Plan das richtige Geschenk. Der strategische Studienführer enthält zahllose Tipps und Tricks zum Finden des richtigen Masters – und zur dann folgenden Bewerbung. 10 Euro bei Amazon.

 

7. Politisch unkorrekter Spaß mit Diktatoren: Tyrannenquartett

Früher haben wir Autoquartett gespielt, doch das ist – ehrlich gesagt – schon immer eher langweilig gewesen. Welcher Zehnjährige weiß schon, was ein “Hubraum” ist? Politisch unkorrekter, dafür aber umso unterhaltsamer ist das Tyrannenquartett. Franco, Mussolini, Hitler, Stalin, Mao, Idi Amin, Pinochet, Saddam Hussein, Pol Pot und viele andere messen sich in Sachen Todesopfer, Herrschaftsdauer und Vermögen. 7,60 Euro bei Amazon. 

 

8. Großartiges Spiel für die WG: Zündstoff

Das Prinzip von Zündstoff ist so einfach wie genial: Reihum müssen die Mitspieler überraschende, intelligente, mitunter auch intime Fragen beantworten. Beispiele: “Kann man in zwei Menschen gleichzeitig verliebt sein?”, “Wenn du dich nur an einem bestimmten Tag im Jahr waschen könntest, welcher wäre das?”, “Dir muss ein Körperteil abgeschnitten werden. Welches?” Das sorgt für spannende Diskussionen, Gelächter – und dafür, dass man sein Gegenüber besser kennen lernt. Genial für gesellige Gruppen. Ca. 15 Euro. Und wer es richtig prickelnd möchte: Zündstoff Liebe für ca. 12 Euro.

Geschenke für Studenten von 15 bis 30 Euro

Der Geldbeutel lässt ein wenig mehr zu? Dann bieten sich großartige T-Shirts, Lernbücher, ein Espressokocher sowie eine wunderbar gezeichnete Liebesgeschichte als Weihnachtsgeschenk an.

9. Gut aussehen: Ein T-Shirt von The Hipstery

Wer als Student auf Partys und im Café eine gute Figur machen möchte, braucht vernünftige Kleidung. Bei The Hipstery ist schon der Bestellprozess Teil des Erlebnisses – man füllt einen Fragebogen aus und erhält dann ein Mystery Shirt. Selten so charmant eingekauft! Ach ja: Die Seite ist auf Englisch deutlich witziger als auf Deutsch. Kostprobe: “Offering the finest t-shirts known to man, without man actually knowing them. Put simply for the simple – Mystery Shirts.” Ab 22 Euro.

 

10. Bestnote – Lernerfolg verdoppeln, Prüfungsangst halbieren von Martin Krengel

Prüfungsstress? Man lernt viel, kann sich aber kaum etwas merken? Welcher Studierende kennt das nicht? Autor Martin Krengel ist Fachmann auf dem Gebiet Lernstrategien und Selbstmotivation. Seine langjährigen Erfahrungen hat er in ein gut lesbares wie schön gestaltetes Buch gegossen. Ganz klare Empfehlung für all diejenigen, die unter Lernstress leiden. Also alle. 15,90 Euro.

 

11. Garantiert individuelle T-Shirts: Zufallsshirt

Per Zufallsgenerator schafft Zufallsshirt absolute Unikate – die Selbe Kombination aus Spruch, Motiv und Farbe kommt garantiert nicht zweimal. Dabei kommen so aberwitzige Shirts heraus wie das auf dem Bild mit der Beschriftung “Geh, kauf Nuttiges!”. Die Seite ist außerdem ein großer Spaß, selbst, wenn man gar kein T-Shirt kauft. Ab 18 Euro.

 

 

12. Anrührend gezeichnete Liebesgeschichte: In meinen Augen

Eine anrührende Liebesgeschichte vom unfassbar talentierten französischen Zeichner Bastien Vivès. Der Zeichner und Autor schildert, wie er eine schöne und etwas geheimnisvolle junge Frau kennen lernt und sich in sie verliebt. Die Zeichnungen stecken voller Hingabe und Leben. Fast verliebt man sich ebenfalls ein wenig in die vom Zeichner so begehrte Frau. 18 Euro bei Amazon.

 

13. Für den kleinen Schwarzen zwischendurch: Bialetti Mini Espressokocher

Studierende trinken viel Espresso. Sehr viel. Mit den Bialetti Mini Espressokochern bereitet man den Espresso so günstig wie stylish zu. Der Espressokocher für 1 Tasse kostet 20 Euro, für 2 Tassen zahlt man ca. 25 Euro.

 

 

Geschenke für Studenten von 30 bis 100 Euro

Das Geschenk für den Studi darf ein wenig mehr kosten? Dann bieten sich zum Beispiel Taschen und Rucksäcke an. Oder wie wäre es mit etwas ausgefallenem, zum Beispiel einem Schokoladenabo oder einem individuell kreierten Parfüm?

14. Studis in Serie glücklich machen: Das Schokoladenabo von Chocri

Gerade in harten Lernphasen brauchen Studierende das beste Futter für Geist und Seele: Schokolade. Warum also nicht ein Schokoladenabo verschenken? Chocri stellt per Hand nachhaltige, komplett individuelle, CO2-freie und vor allem leckere Schokoladentafeln her. Das Sechsmonatsabo kostet 59 Euro, das Jahresabo 109 Euro.

 

 

15. Für Fahrradfahrer: Rucksack Ortlieb Velocity

Die meisten Studenten fahren viel Fahrrad. Laptop, Bücher und Aufzeichnungen wiegen viel und drücken auf die Schultern. Glücklich, wer da über einen guten Rucksack verfügt – wie dem Ortlieb Velocity. Der Hüftgurt sorgt für Entlastung der Schultern, die Rückenauflage für Komfort und die Bauart dafür, dass der Inhalt selbst bei sintflutartigem Regen trocken bleibt. Stylish, belastbar und absolut bequem. Ca. 80 Euro.

 

16. Praktische und belastbare Umhängetasche: Ortlieb Zip City

Packen, zippen, umhängen und tschüss. Der prägnante Kurierstil, das große Packvolumen und die umfangreiche Auswahl an Farben verraten das individuelle, facettenreiche Dasein der Zip-City Träger. Man begegnet ihnen in Schulen und Unis, in Einkaufs- und Fitnesscentern, im Nacht- ebenso wie im Berufsleben. So ist die Zip-City beispielsweise als DJ-Tasche sehr beliebt. Erhältlich in den Größen S und M. Ca. 63 bis 85 Euro (je nach Größe und Farbe)

 

17. Einen eigenen Duft kreieren: Myparfum

Myparfum bietet die Möglichkeit, einen komplett individuellen Duft zusammen zu stellen. Dabei kann man sogar das Flakon und den Namen selbst bestimmen. Dabei werden nur qualitativ hochwertige Zutaten verwendet. Ab 39.90.

 

 

Geschenke für Studenten über 100 Euro

Sie wollen einem Studierenden mit Ihrem Weihnachtsgeschenk eine große Freude machen? Dann schauen Sie sich folgende Geschenkideen an:

18. Ebooks strahlend klar lesen: Das Kindle Paperwhite

Bisher war das Lesevergnügen auf Ebook-Readern nur mittelmäßig: Dunkelgrauer Text auf hellgrauem Grund. Mit dem Kindle Paperwhite hat dies ein Ende: Man ließt die Texte nun in ungekannter Schärfe auf weißem Grund. Endlich ein Lesegefühl, das dem eines echten Buches gleich kommt. Grade auf Reisen und im Urlaub praktisch: Der Akku hält quasi ewig. Ein praktisches Geschenk für Studenten. Für 120 Euro.

 

19. Absolut genial: Das iPad Mini

Man muss es in der Hand gehalten haben: Das iPad Mini ist unfassbar leicht, absurd dünn, wunderschön, schnell und praktisch. Es ist etwas teurer als andere Tablets – dafür ist es aber auch besser. Der Akku hält ewig und das System ist selbst für Großeltern leicht bedienbar. Der Preis beginnt bei 329,- Euro für das 16GB Modell.

 

 

20. Einstieg in die Spiegelreflexklasse: Canon EOS 1100D

Die Handykamera reicht nicht mehr aus? Dann lohnt sich der Kauf einer Spiegelreflex. Die Canon EOS 1100D ist das Einstiegsmodell von Canon. Für 380 Euro erhält man die Kamera selbst sowie ein gutes Objektiv mit 18-55mm Brennweite. Wer allerdings richtig professionell einsteigen möchte, kauft gleich für ca. 600 Euro die EOS 550D, die zwar teurer ist, aber für ambitionierte Fotografen ein weitaus größeres Entwicklungspotential bietet. Ca. 380 Euro für die 1100D mit Objektiv, ca. 600 Euro für die 550D mit Objektiv.

 

21. Tolle Fotos: Sony NEX-F3KB Systemkamera

Spiegelreflexkameras sind zu sperrig und doch will man nicht auf hervorragende Bildqualität verzichten? Dann kommt nur eine Systemkamera in Frage. Diese Kameras haben ebenfalls Wechselobjektive, allerdings verzichten Sie auf einen Spiegel und damit auf einen eigenen Sucher. Damit kommen Sie auf etwa die halbe Größe einer Spiegelreflex – bei fast gleicher Bildqualität. Eine besonders gute Wahl ist die Sony NEX F3, die durch leichte Bedienung und qualitativ hochwertige Objektive besticht. Ab 485 Euro.

 

22. Das perfekte Laptop: Das MacBook Air

Wer viel Geld zu vergeben hat, verschenkt das MacBook Air – der perfekte Computer für Studierende. Das Gerät ist unvorstellbar schnell, leise, leicht und praktisch. Als ich es zum ersten Mal genutzt habe, konnte ich selbst nicht glauben, wie gut es ist. Die Preise beginnen bei etwas über 1.000 Euro – einerseits viel Geld, andererseits ist es das wert. Auch sehr empfehlenswert: Die Garantieerweiterung von Gravis auf 3 Jahre für 99 Euro.

 

 

Die Bildrechte liegen allesamt bei den jeweiligen Herstellern beziehungsweise Dienstleistungsunternehmen.

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Okt 19

Was studieren? Anleitung zur schnellen Studienwahl

Was studieren, wo studieren, wie studieren? Der Studienbeginn naht – und noch ist unklar, wohin es gehen soll? Horndasch hilft – so funktioniert die Studienwahl auf die Schnelle.

In dieser Situation definitiv die falsche Lösung. Bild: Akbar Simonse / Flickr.com

Es ist kurz vor Studienbeginn – und das einzige, was sicher ist, ist, dass man etwas studieren will. Viele Fragen sind ungelöst – was studieren, an welchem Ort soll ich studieren und welche Möglichkeiten habe ich überhaupt noch? In dieser Klemme stecken jedes Jahr tausende Abiturienten. Die gute Nachricht: Es ist noch nicht zu spät für die Auswahl des Studiums. Die schlechte: Man sollte sich nun sputen.

Die Situation

Fürs Wintersemester gilt: Mitte Juli läuft die Bewerbungsfrist für sogenannte zulassungsbeschränkte Studiengänge ab – in einigen Fällen wie Medizin ist es sogar Mitte Juni. Die Bewerbungsfristen fürs Sommersemester enden in der Regel am 15. Januar. Zulassungsbeschränkte Studiengänge verlangen typischerweise einen bestimmten Abiturschnitt oder eine ausführliche Bewerbung mit Lebenslauf und Vorstellungsgespräch. Hier eine Erklärungen des Numerus Clausus.

Wer sich erst danach um einen Studienplatz kümmert, dem bleiben fürs Studium nur noch die zulassungsfreien Studiengänge. Doch glücklicherweise sind etwas die Hälfte aller Studiengänge zulassungsfrei – für große Auswahl an Bachelorprogrammen ist also gesorgt.

Erster Schritt – was studieren?

Mehr Infos: Bachelor nach Plan

Mein Buch Bachelor nach Plan enthält die Antworten auf die Fragen “Was studieren und wo studieren?” sowie zahlreiche Tipps zu Bewerbung und Finanzierung des Studiums.

Die Studienentscheidung fällt vielen Abiturienten schwer. Klar, denn es gibt etwa 9.400 grundständige Studiengänge in Deutschland – und die Zahl wächst noch. In der Kürze der Zeit bleibt kein Platz mehr für ausführliche Recherchen, Hochschulbesuche und ausgiebige Gespräche mit Beratern. Was also tun? Eine Möglichkeit, bei der Studienwahl mehr Klarheit zu bekommen: Selbsttests machen. Diese funktionieren nach einem ähnlichen Prinzip wie die bekannten Bravo-Tests wie „Welcher Flirttyp bist Du?“ oder „Hast Du ein Feeling für Magic?“. Sie sind nur etwas fundierter. In diesem Fall stellen sie die Frage: “Was studieren?”

Eine gute Möglichkeit, die Frage “Was studieren?” zu beantworten, ist der Powertest von der Bundesagentur für Arbeit. Der Test dauert ein wenig, ist aber sehr fundiert. Eine gute Webseite ist auch das Borakel der Universität Bochum – der Test ist umfangreich und die Ergebnisse hochinteressant. Ebenfalls empfehlenswert ist der Perspektiven-Test der Allianz Versicherung. Die Uni Hohenheim hat mit www.was-studiere-ich.de ebenfalls einen guten Test im Programm. Die Ergebnisse sind natürlich nicht in Stein gemeißelt, können aber bei der Studienwahl des Bachelors sehr nützlich sein. Hier noch mehr Infos zu Studienwahltests.

Die Ergebnisse der Tests sind sicher nicht der Weisheit letzter Schluss – doch hilfreich sind sie allemal. Wem es daneben aufs Geld ankommt, der kann sich in meinem Artikel zum Verdienst nach dem Studium informieren.

Was studieren? Auf den ersten Blick sehen viele Studiengänge gleich aus, bei näherem Hinsehen zeigt sich ihre Verschiedenheit. Bild: Claudio Alejandro Mufarrege / Flickr.com

Zweiter Schritt – konkrete Programme finden

Hat man Was studieren? generell beantwortet, folgt nun das konkrete Richtung. Was heißt das? Wenn man sich beispielsweise für BWL entschieden hat, kann man immer noch einen Haufen Spezialisierungen und Mischfächer wählen. Wenn sich ein Abiturient beispielsweise Informatik als generelle Richtung gewählt hat, kann er immer noch Spezial- und Mischfächer wie zum Beispiel Wirtschaftsinformatik, Bioinformatik oder – noch individueller – Internet Computing an der Uni Passau, Mediensysteme an der Uni Weimar studieren. Was tun?

Gut, dass es für diesen Fall eine Suchmaschine gibt: Den Hochschulkompass. Dort kann man nach einzelnen Studiengängen suchen. Der Vorteil bei der Studienwahl ist, dass auch angrenzende Fächer gefunden werden – siehe die beiden Beispiele oben. Ein großes Plus bei der Auswahl des Bachelorstudiums: Wenn der jeweilige Studiengang im CHE-Ranking (siehe nächster Absatz) vorkommt, ist er automatisch verlinkt.

Wichtig bei der Frage, was man studieren will, ist auch die nach Fachhochschule oder Uni. Grundsätzlich sollte man da nach dem am besten passenden Studiengang gehen. Die Bachelorabschlüsse beider Hochschularten sind gleichgestellt. FHs sind in der Regel etwas weniger theoretisch als Unis.

Dritter Schritt – den bestmöglichen Studiengang finden

Was studieren ist nun geklärt. Nur wo? Welcher Studiengang ist gut und welcher nicht? Für den Laien ist die Unterscheidung fast unmöglich. Daher gibt es eine Reihe von Rankings, die die Qualität von Hochschulen bewerten und bei der Studienwahl helfen. Das beste hierzulande: Das CHE Ranking, das von der Zeit herausgegeben wird. Hier werden die meisten Studienrichtungen an fast allen deutschen Hochschulen bewertet. Unter anderem bekommt man Infos über Studiensituation, Betreuung, Bibliotheksausstattung, Publikationen, Laborausstattung, Forschungsreputation, Reputation bei anderen Professoren und vieles mehr. Für die Wahl des richtigen Bachelors unverzichtbar.

Falls man übrigens die Fristen verpasst hat, ist noch nicht alles verloren: Auf der Studienplatzbörse der Hochschulrektorenkonferenz kann man sich ab Anfang September immer um Restplätze bemühen.

Vierter Schritt – Stadt, Land, Fluss

Expertentipp: Österreich

Frist verpasst? NC zu hoch? Es gibt eine Alternative: Österreich. Dort sind alle Fächer NC-frei – mit Ausnahme von Psychologie und Medizin. Man kann sich bis Anfang September (und teils noch länger!) in alle Programme frei einschreiben. Mehr Informationen zum Studium in Österreich gibt es bei Studis Online.

Einige möchten fürs Studium nicht ihre Heimatregion verlassen, andere zieht es ans andere Ende des Landes oder sogar der Welt. Für manche muss es die Großstadt sein, einige fühlen sich aber von der Anonymität abgeschreckt und möchten lieber in kleinere Orte ziehen. Diese Punkte sind bei der Studienwahl wichtig – auch wenn es sich um eine Last-Minute-Entscheidung handelt. Die Auswahl ist kurz vor Schluss aber begrenzt: In den beliebten Städten sind weitaus mehr Fächer mit NC belegt als in der Provinz. Wo studieren? ist da schnell beantwortet.

Wer sich vor der Studienwahl über die Zielstadt informieren möchte, kann dies bei Studentenpilot tun, wo die meisten Universitätsstädte getestet wurden. Grundsätzliche Informationen gibt es natürlich bei Wikipedia.

Theatersüchtigen hilft vielleicht das Theaterverzeichnis, Infos zur jeweiligen Kriminalitätsrate hat das Bundeskriminalamt. Eine Übersicht über die besten Mensen hat die Zeitschrift Unicum und wo am besten Fahrrad gefahren werden kann, sagt der ADFC.

Fünfter Schritt – Unterlagen zusammentragen und verschicken

Es soll an einen schönen Ort gehen. Doch was ist schön? Die Meinungen sind da verschieden. Bild: Blmiers2 / Flickr.com

Die Wahl des richtigen Bachelors ist abgeschlossen? Was studieren, wo studieren, wie studieren klar? Gut, dann raus mit der Bewerbung. Neben einer notariell beglaubigten Kopie des Abizeugnisses braucht man die ausgefüllten Unterlagen sowie einen Nachweis der Krankenkasse. Wichtig: Ganz genau die geforderten Unterlagen einreichen. Achtung: Bei der Deadline zählt in der Regel das Datum des Posteingangs an der Hochschule – und nicht der Poststempel!

Tipp: Falls man sich der Sache noch immer nicht sicher ist, schaden Bewerbungen an mehreren Hochschulen keineswegs – allerdings kann dies teuer werden, falls man bei der Einschreibung bereits den Semesterbeitrag zahlen muss.

Sechster Schritt – Durchatmen und aufs Studium freuen

Wenn die Einschreibung in einen guten Studiengang geschafft ist, kann man sich ersteinmal zurücklehnen. Aber nicht zu lange: Denn wichtige Fragen wie die der Studienfinanzierung sind noch nicht geklärt. Tipps dazu sowie zu weiteren Themen wie der Wohnungssuche, dem Hochschulsystem, der Bewerbung fürs Studium, spannenden Studiengängen und vielem mehr gibt es in Bachelor nach Plan sowie in diesem Blog.

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Okt 18

Den richtigen Master wählen: Messen im Herbst

Die Masterwahl ist eine Wissenschaft für sich. Welche Hochschule nehme ich? Inland oder Ausland? Wie schreibe ich ein Motivationsschreiben? Und wie soll ich das alles finanzieren? Master-Messen sind dabei ein guter Weg – und ich als Masterexperte bin dabei fast immer vor Ort.

Sebastian Horndasch auf der Mastermap Messe in Köln

Auf Master-Messen erwartet die Besucher in der Regel ein gemischtes Programm. Hauptausteller sind verschiedene Hochschulen aus dem In- und Ausland. Hinzu kommen ein paar Serviceanbieter sowie der eine oder andere potentielle Arbeitgeber, der sich schon einmal den Absolventen präsentieren möchte. Allgemein gibt es ein Vortragsprogramm, auf dem die Aussteller sowie einige Experten zu Wort kommen (zu letzteren gehöre ich). Hochschulmessen sind ein hervorragender Weg, sich über Hochschulen, Programme und Möglichkeiten zu informieren: Das direkte Gespräch ist immer noch die beste Infoquelle. Mit einer Einschränkung: Private Hochschulen sind auf Master-Messen komplett übervertreten. Der Grund ist einfach: Sie haben schlicht höhere Marketingbudgets als staatliche Konkurrenten.

Ich werde auf allen großen Mastermessen in Deutschland präsent sein und stehe den Besuchern mit Rat und Tat zur Verfügung. Folgende Messen gibt es:

Mastermap: Köln, Berlin, Hamburg, Münster

Die jüngste unter den Master-Messen findet am 30. Oktober in Köln statt und zwar im schönen Gürzenich, einem liebevoll renovierten Gebäude aus dem Mittelalter. Der Besuch lohnt sich also bereits architektonisch. Ich selbst werde auf zwei Vorträgen zur Masterbewerbung – also zu Motivationsschreiben, Lebensläufen etc – sowie zur Finanzierung des Masters sprechen. Weitere Mastermap-Messen finden im April und Mai 2013 in Berlin, Hamburg und München statt.

Master & More: Hamburg, Wien, Stuttgart, München, Berlin, Münster

Der Platzhirsch der Master-Messen ist die Master & More, die diesen Herbst gleich an sechs Standorten vertreten ist. Den Auftakt macht am 15. November Hamburg. Dann geht es am 20. November in Wien weiter, es folgen am 22. November München, am 27. November Stuttgart, am 06. Dezember Berlin und am 08. Dezember Münster. An allen Standorten bin ich mit Vorträgen sowie einem Stand vertreten. Die Master & More Messen bestechen vor allem durch ihre große Anzahl an Messeausstellern – dadurch ist für jeden etwas dabei. Auf allen Messen werde ich mit Vorträgen und Ständen vor Ort sein.

Ausblick: Job & Master Day in Frankfurt und München

Die älteste Mastermesse Deutschlands ist der Job & Master Day, der von e-fellows.net veranstaltet wird. Die Besonderheit hier: Die Aussteller sind zur Hälfte Firmen, zur anderen Hälfte Hochschulen. Außerdem richtet sich das Event hauptsächlich an BWLer und Studierende verwandter Fachrichtungen. Falls man zu der Zielgruppe gehört, kann man sich daher gezielt informieren. Der Job & Master Day München findet am 09. März 2013 statt, der Job & Master Day Frankfurt am 23. März. Und natürlich bin auch ich mit Vorträgen und Beratung dabei.

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Sep 28

Die Studienplatzklage – Kosten, Chancen, Risiken

Der Ansturm auf Hochschulen ist so groß wie nie zuvor. Die große Konkurrenz sorgt natürlich auch für viele Enttäuschungen. Eine Möglichkeit bei Ablehnung: Die Studienplatzklage. Doch wie funktioniert sie? Kann man auf für den Master eine Studienplatzklage anstrengen? Und wie sind die Kosten einer Studienplatzklage? Ein Interview mit Christoph R. Müller, von der Kanzlei Dr. Selbmann & Bergert, die sich auf Studienplatzklagen spezialisiert hat.

Justitia: Sieht theatralisch aus, in Wirklichkeit ist eine Studienplatzklage aber eher eine bürokratische Angelegenheit. Bild: Giuseppe Quattrone / Flickr.com

Horndasch: Wie funktioniert eine Studienplatzklage eigentlich?

Christoph R. Müller: Eine Studienplatzklage ist in zwei verschiedenen Varianten möglich. Zum einen ist es möglich, gegen einen Ablehnungsbescheid auf eine Studienplatzbewerbung bei der jeweiligen Hochschule beziehungsweise hochschulstart.de vorzugehen. Ziel ist es, die vermeintlich fehlerhafte Ablehnung durch Inanspruchnahme gerichtlicher Hilfe zu korrigieren. Diese Art der Studienplatzklage ist nur in Einzelfällen erfolgsversprechend. Zum anderen kann die Studienplatzklage mit dem Argument erhoben werden, die Kapazität von Studienplätzen sei fehlerhaft festgesetzt worden. Im Verfahren wird dann die sogenannte Kapazitätsberechnung geprüft. In fast allen Studiengängen gibt es Universitäten, welche Probleme haben, eine rechtlich einwandfreie Kapazität zu errechnen. Wenn es gelingt, diese Fehler im Prozess aufzudecken, wird die Hochschule verpflichtet, die weiteren Studienplätze unter den Klägern oder Antragstellern zu vergeben.

Über Dr. Selbmann & Bergert:

Die Anwaltskanzlei Dr. Selbmann & Bergert betreibt die Seite studienplatz-klage.de und ist ausschließlich im Bildungsrecht tätig. Die Kanzlei verfügt über langjährige Erfahrung in dem Bereich und kann so alle Fragen im Bildungsrecht, insbesondere rund um die Studienplatzklage, beantworten. Die Kanzlei gibt unter anderem eine umfangreiche und kostenlose Infobroschüre zum Thema Studienplatzklage heraus.

Horndasch: Besonders häufig werden Studienplatzklagen in der Medizin angestrengt. Wie sind da die Erfolgsaussichten?

Christoph R. Müller: Die Erfolgsaussichten einer Studienplatzklage in der Medizin sind an jeder Universität und auch von Semester zu Semester unterschiedlich. Klar ist, dass in stark nachgefragten Fächern wie Medizin die Nachfrage das Angebot an Studienplätzen bei weitem übersteigt. Regelmäßig erfolgt die Vergabe der Studienplätze dann durch Los.

Horndasch: Und wie sind die Chancen einer Studienplatzklage in anderen Fächern?

Christoph R. Müller: Die Chancen einer Studienplatzklage sind immer individuell zu betrachten. Gerade in wenig nachgefragten Fächern ist eine hohe Erfolgswahrscheinlichkeit gegeben. Tatsächlich sind nur erfahrene Rechtsanwälte in Kenntnis der Sachlage des Einzelfalls in der Lage, die Erfolgschancen konkret abzuschätzen.

Horndasch: Wie hoch sind die Kosten einer Studienplatzklage? Hängt das von den Fächern ab?

Christoph R. Müller: Die Kosten einer Studienplatzklage werden von diversen Faktoren bestimmt. Neben den Kosten der eigenen anwaltlichen Vertretung besteht ein finanzielles Risiko in Hinblick auf die Gerichtskosten sowie den möglichen anwaltlichen Kosten der Hochschule, die gegebenenfalls zu tragen sind. Ein einzelnes Verfahren gegen eine Universität kann da leicht 1.500 Euro kosten. Aber auch hier gilt, dass eine anwaltliche Beratung im Einzelfall bei der Einschätzung des spezifischen Kostenrisikos hilft. So können zum Beispiel besonders preiswerte Verfahren herausgesucht werden.

Horndasch: Übernimmt die Rechtsschutzversicherung möglicherweise die Kosten?

Christoph R. Müller: Tatsächlich gibt es nur noch wenige Rechtsschutzversicherungen welche die Kosten von Studienplatzklagen tragen. Wenn überhaupt, werden nur sehr wenige Verfahren übernommen. Häufig besteht ein Ausschluss, nach dem Verfahren im Zusammenhang mit der Vergabe von Studienplätzen von der Rechtsschutzversicherung nicht getragen werden. Wer noch einen älteren Rechtsschutzversicherungsvertrag hat, kann eventuell eine größere Anzahl von Studienplatzklageverfahren über die Rechtschutzversicherung abrechnen.

Durch so viele Instanzen geht die Klage hoffentlich nicht. Bild: Mehr Demokratie e.V. / Flickr.com

Horndasch: Man hört immer wieder von erfolgreichen Klägern, die später dennoch den Studienplatz verlieren. Wie hoch ist das Risiko nach einer erfolgreichen Studienplatzklage?

Christoph R. Müller: Genauso wie es den Studienplatzklägern möglich ist, gegen eine Entscheidung der ersten Instanz vorzugehen, ist es auch den Hochschulen möglich, die gerichtliche Entscheidung zu überprüfen. Dies ist den Hochschulen immer dann möglich, wenn sie in der ersten Instanz zur Zulassung von Studienplatzklägern verpflichtet wurden. Im Ergebnis kann es daher vorkommen, dass der Studienplatz, den man in der ersten Instanz erhalten hat, in der zweiten Instanz kassiert wird. Dies führt zwar dazu, dass man den zugewiesenen Studienplatz wieder verliert. Die Leistungen, insbesondere die Scheine, die man zwischenzeitlich erlangt hat, bleiben aber erhalten. Wie hoch das Risiko ist, den in der ersten Instanz erlangten Studienplatz wieder zu verlieren, kann nur anhand der Entscheidung der ersten Instanz eingeschätzt werden. Tatsächlich verlieren nur sehr wenige Studienplatzkläger den eingeklagten Studienplatz wieder.

Horndasch: Auch beim Master tobt ein immer größerer Kampf um Studienplätze. Wie stehen die Chancen einer Studienplatzklage im Master?

Christoph R. Müller: Beim Zugang zum Masterstudium ist genau zu prüfen, welche der beiden benannten Studienplatzklagevarianten erfolgsversprechend ist. Häufig wird es ratsam sein, sowohl gegen die Ablehnungsentscheidung als auch gegen die zu niedrig festgesetzte Kapazität vorzugehen. Wegen der relativ neuen und unterschiedlichen Masterstudiengänge sind viele Rechtsfragen noch nicht hinreichend geklärt. Für die Universitäten ist es hier besonders schwer, rechtssicher zu handeln. Die Chancen für eine Studienplatzklage stehen hier häufig gut. Jedoch können die Ausgangssituationen sehr vielschichtig sein, weshalb auch hier eine anwaltliche Prüfung im Einzelfall geboten ist.

 

Weiter Informieren

Die Studienplatzklage ist natürlich nicht der einzige Weg, an einen Studienplatz zu gelangen. In einem umfangreichen Artikel zeige ich Wege auf, wie man in der letzten Minute an einen Studienplatz kommen kann.

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